, Kino in der Pumpe / 1. OG

Kurz & Kult

Wundertüte
Mein Vater (M’athair)
Mütter
KRUMP
Revue
Blueberry Spirits
Different Directions
Schon gehört?
Frittenbude – So da wie noch nie
Stampede – eine gestempelte Geschichte vom Zirkus
MeTube 2

Anschließend: Preisverleihung
Das Programm wird zeitgleich auch in der Galerie bespielt.

Die Vorführung findet in Anwesenheit von Filmemachern_innen statt.

Programm

Wundertüte

Deutschland 2016; Regie: Henning Basler; 1 Minute

Cartoon-Serie: Was ist heute in der Tüte? In jeder der drei ausgewählten Folgen finden das zwei gute Freunde heraus und erleben gemeinsam spannende Abenteuer. Überraschung!

Henning Basler, Jahrgang 1982, machte 2007 seinen Bachelor in Kommunikationsdesign an der Akademie Minerva in Groningen. Seitdem ist er in Hamburg als Animator & Illustrator tätig. Seine Kurzfilme wurden auf zahlreichen Festivals wie Anima Brüssel, EMAF oder KLIK! Amsterdam aufgeführt. Er war bereits zweimal für den „Deutschen Cartoonpreis“ nominiert.
www.henningbasler.de

 


Mein Vater – M’athair

Deutschland / Irland 2016; Regie: Johanna Jannsen; 7:55 Minuten

Der Dokumentarfilm erzählt die Geschichte des Fährmanns Peadar, der sich um seinen 99 Jahre alten Vater kümmert. Beide leben auf Inis Oírr, der kleinsten der drei Aran Insel vor der rauen Atlantikküste West-Irlands.

Die 25-jährige Johanna Jannsen wurde in Flensburg geboren und studiert derzeit Multimedia Production an der Fachhochschule in Kiel. Während ihres Studiums konnte sie zahlreiche Filmerfahrungen sammeln, wobei sie sich besonders für die Kameraarbeit und das dokumentarische Erzählen begeistert.

Neben regionalen Geschichten rund um Norddeutschland interessiert sie sich außerdem für relevante Themen im Ausland. Im Oktober 2016 nahm sie beim Filmcamp Galway Stories – Screen Talent Europe teil, bei dem der Dokumentarfilm “Mein Vater” / “M’athair” entstand.

Nominiert für den Nachwuchsfilmpreis.


Mütter

Deutschland 2016; Regie: Mona Behfeld, Nora Grunwald, Kreske Lütgens; 6:33 Minuten

Animationsfilm über einen ganz normalen Tag in einem Café.
Ein Gespräch unter Müttern…

Die Filmemacherinnen Mona Behfeld, Nora Grunwald und Kreske Lütgens haben sich in einem Seminar an der Muthesius Kunsthochschule kennengelernt. Dort haben die drei ihren ersten gemeinsamen Stop Motion Kurzfilm verwirklicht. Etwas unzufrieden mit den Ergebnissen des ersten Projekts, doch versessen auf das  Medium Film, setzte sich das neu gefundene Team abermals zusammen. Es sprudelten die Ideen und es entstand ‚Mütter‘.

Nora (*1985) ist in den letzten Zügen ihrer Masterarbeit, Mona (*1991) studiert im Master Kunsttherapie und Kreske (*1992) Kunst und Deutsch auf Lehramt.


KRUMP

Deutschland 2016; Regie: Johannes Ziegler; 7:55 Minuten

Kurz-Dokumentation über die junge, urbane Tanzart „Krump“ –  erzählt mit den Worten von jungen Tänzern. Der Zuschauer soll in ihre Welt eintauchen und einen Einblick in das Innenleben der Tänzer erhalten.

Johannes Ziegler, geboren 1985, arbeitet als selbstständiger Director of Photography und Steadicam operator in Hamburg. Bereits seine Kurzfilme NATURGEWALT (2014) und ZWEI ZUCKER (2014) liefen erfolgreich auf nationalen und internationalen Festivals.


Revue

Deutschland 2016; Regie: Urte Alfs; 14:06 Minuten

Eine dokumentarische Bewegungsstudie über Volksfeste, Traditionen und Paraden in der deutschdänischen Grenzregion. Die fast hypnotischen Bilder zeigen den Stolz der Sportler*innen und die Leidenschaft der Musiker*innen. Die Heiterkeit der Gildebrüder endet im Erschauern über den Anblick militärischer Disziplin. Der Rausch der Lollfusser Schützen endet in der Seligkeit feiernder Dorfbewohner.

Urte Alfs, 1980 in Bad Oldesloe geboren, studierte an der HFF Potsdam Babelsberg und an der KHM Köln. Heute arbeitet sie als Filmemacherin, Medienkünstlerin und Editorin. Auf der Suche nach den Möglichkeiten filmischen Erzählens beschäftigt sie sich mit dem Weggeworfenen, dem Gefundenen und dem Begriff des Archivs. Urte Alfs gehört CALL an, einer Künstlerinnengruppe, die sich mit Kunst und Feminismus beschäftigt. Mit ihrem Kurzfilm „Meine Lieben zu Hause“ gewann sie bereits 2015 den zweiten Preis auf dem Filmfest Schleswig-Holstein.


Blueberry Spirits – Melleņu gari

Lettland 2016; Regie: Astra Zoldnere; 13:18 Minuten

Poetische Dokumentation über eine Roma-Familie, die ihre Sommer in den lettischen Wäldern verbringt und Beeren pflückt, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Dabei reflektieren die Roma über ihre Identität als Gruppe, indem sie sich Geistergeschichten erzählen.
Geleitet von der existenziellen Frage, wie man Zukunft und Vergangenheit, Tradition und modernes Leben in Einklang bringen kann, zeigt der Film ihre Identitätssuche als eine Reise zwischen Nacht und Tag.

Astra Zoldnere ist eine lettische Filmemacherin, Kuratorin und Publizistin. Sie absolvierte ihren MA-Abschluss in Filmregie an der Baltischen Film- und Medienschule. Ihre Kurzfilme „Schätze des Meeres“ (2013) und „All My Dead“ (2014) wurden auf zahlreichen Filmfestivals gezeigt und erhielten mehrere Preise.


Different Directions

Deutschland 2015; Regie: Jasmin Luu; 5:20 Minuten

Tanzfilm über zwei Charaktere, die sich das erste Mal in einem surrealen Raum begegnen und durch die Sprache des Körpers verbinden.

Jasmin Luu, 1994 in Hamburg geboren, begann mit fünf Jahren zu tanzen und drehte mit dreizehn ihren ersten Film. Seit dem Abitur arbeitet die Deutsch-Chinesin als Regisseurin, Choreographin und Performance Künstlerin. Im Laufe der Zeit verband sie zunehmend ihre Leidenschaften Film und Tanz miteinander. Die Nachwuchsfilmerin setzt sich daher viel mit den Themen Körper, Bewegung und Raum auseinander. Seit Oktober 2015 studiert sie an der HFBK Hamburg Film.

Der Tanzfilm „Different Directions“ ist für den Nachwuchsfilmpreis nominiert.


Schon gehört?

Deutschland 2016; Regie: Martin Baltscheit, Sören Wendt ; 4:44 Minuten

Schon gehört?
Der Flamingo ist gar kein Flamingo, sondern etwas Ungeheuerliches! Ist nur ein Gerücht…

Martin Baltscheit, geboren 1965, studierte Kommunikationsdesign an der Folkwangschule Essen. Im Anschluss war und ist er tätig als Illustrator, Sprecher, Bilderbuch-, Prosa-, Hörspiel- und Theaterautor. Martin Baltscheit lebt in Düsseldorf.

Sören Wendt, Jahrgang 1969, hat in Bielefeld Visuelle Kommunikation mit der Studienrichtung Foto/Film-Design studiert. Seit 1998 arbeitet er als Animator und freier Filmemacher oder als Medienpädagoge für Museen, Schulen und Kulturzentren. Er betreute als Regisseur und Produzent zahlreiche, Musikvideos, Fernsehspots und Kurzfilme. Sein Animationsfilm „Refugees – Kinder auf der Flucht“ läuft ebenfalls im Programm des Filmfests Schleswig-Holstein 2017.

Dieser Film läuft außer Konkurrenz.


Stampede – eine gestempelte Geschichte vom Zirkus

Deutschland 2016; Regie: Tobias Sandberger, Franz Winzentsen; 7:07 Minuten

Stempelbild-Animation, in der der Erzähler seine Haustiere vorführt. Sein Schwein, dem er einige Kunststücke beigebracht hat, vermittelt er an einen Zirkus. Als Zuschauer berichtet er über die Galavorstellung, die mit dem Untergang des Zirkus´ endet.

Stempelanimation birgt ein Paradoxon. Der Stempel wurde erfunden, um Zeichen, eine Zeichenkombination oder Bilder in identischer Form vervielfältigen zu können. Die Wiederholung des immer Gleichen ist das Ziel. Die Stempelanimation aber lebt von der Differenz, die zwischen den einzelnen Drucken entsteht. Diese Differenz kann auf unterschiedliche Weise manipuliert und variiert werden. Techniken der Manipulation sind fetter oder magerer Druck, Mehrfachdruck, mehr oder weniger versetzt, partieller Mehrfachdruck, Verziehen, Verschlieren des Drucks. Im Einzelbild-Aufnahmeverfahren können diese manipulierten Drucke als Phasen benutzt werden und dem Motiv in der Projektion eine Lebendigkeit verleihen, deren Ausdruck von der Art der Manipulation bestimmt wird.

Franz Winzentsen wurde 1939 in Hamburg geboren und absolvierte 1959-64 das Studium der Malerei, Grafik, und Fotografie. Seit 1964 erstellt er experimentelle Animationsfilme, Essay- und Spielfilme mit Animationsteilen sowie Kinderfilme in Zusammenarbeit mit Ursula Asher-Winzentsen. Außerdem arbeitete er von 1970-83 am Puppen- und Maskentheater RHABARBER. 1987 bis 2002 war Winzentsen Professor für Animationsfilm an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg.

Tobias Sandberger, 1965 geboren in Stuttgart, machte 1997 Diplom und absolvierte daraufhin ein Aufbaustudium der Visuellen Kommunikation an der HfBK Hamburg, bei Professor Franz Winzentsen und Professor Rüdiger Neumann. Er nahm an Film- und Videoproduktionen teil. Außerdem übernahm er freie Arbeiten für das Kino, Theater, Museen und Kunstgalerien, als Regisseur, Animator, Cutter, Ausstatter, Zeichner, Künstler. Sandberger lebt und arbeitet in Hamburg.


METUBE 2: AUGUST SINGS CARMINA BURANA

Österreich 2016; Regie: Daniel Moshel; 5:41 Minuten

Auf einem Jahrmarkt werden ein Amateurfilmer und sein Sohn auf ein ungleiches Paar aufmerksam: Eine alte Dame und ihr nerdiger vierzigjähriger Sohn August werben um die Gunst eines Kunden, der bereit ist, ihnen Geld für eine Aufführung der Oper Carmina Burana zu geben. Der Junge bettelt seinen Vater um das nötige Kleingeld an und die Show beginnt. Die anfänglich jämmerliche Soloperformance des Nerds transformiert sich gegen Aufpreis in ein flashmobartiges Spektakel: Cheerleader in BDSM-Masken trällern gemeinsam mit einem Einkaufswagen-Roboter tanzend „Oh Fortuna“ und das Karussell wird zum Turm von Babylon, bestückt mit in Latex gekleidetem Chor und Orchester. August wird singend zum König gekrönt und von der Mutter, die in Gestalt der Göttin Fortuna am Rad des Schicksals dreht, zum Tode verurteilt und geköpft. Mit der anschließenden Begräbnisfeier zu einem Remix der Carmina Burana erreicht die Performance ihren spektakulären Höhepunkt: August wird als mehrköpfiger Held wiedergeboren, der die anfänglich schäbige Solodarbietung nun mit Chorunterstützung kraftvoll überbietet. Das eindrucksvolle Schauspiel endet abrupt, da die bezahlte Zeit abgelaufen ist. Mutter und Sohn kehren zurück in die ursprüngliche Warteposition und beenden ihren Arbeitstag indem sie eine Heimreise der dritten Art antreten.

Daniel Moshel wurde in Deutschland geboren und lebt derzeit in Wien. 2011 drehte er seinen ersten Dokumentarfilm („Login2Life“). Sein erstes Kurz- / Musikvideo „MeTube“ war eine Hommage an Tausende von ambitionierten YouTube-Nutzern und Video-Bloggern. Es wurde ein YouTube-Klassiker, nahm an mehr als 300 Festivals Vorführungen (einschl. Sundance Film Festival) und hat bisher 30 Auszeichnungen gewonnen.
Daniel Moshel erstellte außerdem als einer von vier Regisseuren, die ZDF-Dokumentarfilm-Reihe „House of Love“.


Ort: Kino in der Pumpe / 1. OG

Kino in der Pumpe
Haßstraße 22
24103 Kiel

Für Rollstuhlfahrer sind begrenzte Platzkapazitäten vorhanden. Um Anmeldung wird gebeten.

Das Kino ist für Rollstuhlfahrerinnen und Rollstuhlfahrer geeignet