Aus Liebe zum Alkohol

Deutschland 2016; Regie: Jonas Ems, Jonas Wuttke; 17:07 Minuten

Drei Jugendliche feiern, trinken und lieben auf einer Hausparty. Max will seiner großen Liebe Nele endlich seine Gefühle gestehen – allerdings nicht ohne die Mutmacher-Droge Alkohol. Auch Gastgeber Leo hat ein Auge auf Nele geworfen. Unter Einfluss von Drogen und Alkohol eskaliert die Situation.

Jonas Ems ist Jahrgang 1996 und arbeitet als YouTuber in Berlin.

Jonas Wuttke, ebenfalls 1996 geboren, studiert momentan Multimedia Production an der Fachhochschule in Kiel.

2015 hatte Jonas Wuttke einen Stummfilm zum Thema Mobbing auf YouTube veröffentlicht, auf den Jonas Ems aufmerksam geworden ist. Bereits das erste Kurzfilmprojekt  der beiden Filmemacher („Kein Freund fürs Leben“) bekam auf YouTube viel positives Feedback (ca. 900.000 Aufrufe). Und auch „Aus Liebe zum Alkohol“ hat bereits rund 1.500.000 Klicks.

AUS LIEBE ZUM ALKOHOL ist für den Nachwuchspreis nominiert.

Vorführung: Do 23. Mrz 2017 20:30

Best Friends – Bestevenner

Norwegen 2016; Regie: Alexander Kereklidis Turpin; 15:05 Minuten

Poetisches Drama über Sexualität und Angst: Eines Nachts in Tromsø nimmt Sofie ihren besten Freund Torje mit nach Hause. Sie zeigt ihm etwas, was er so bald nicht vergessen wird. Einschlafen ist eben schwer, wenn die Mitternachtssonne brennt.

Alexander Kereklidis Turpin (*1989) ist in Stockholm aufgewachsen und studiert zur Zeit in Lillehammer/Norwegen an der Norske Filmskolen Filmregie.

Nominiert für den Nachwuchsfilmpreis.

Vorführung: Do 23. Mrz 2017 20:30

Blueberry Spirits – Melleņu gari

Lettland 2016; Regie: Astra Zoldnere; 13:18 Minuten

Poetische Dokumentation über eine Roma-Familie, die ihre Sommer in den lettischen Wäldern verbringt und Beeren pflückt, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Dabei reflektieren die Roma über ihre Identität als Gruppe, indem sie sich Geistergeschichten erzählen.
Geleitet von der existenziellen Frage, wie man Zukunft und Vergangenheit, Tradition und modernes Leben in Einklang bringen kann, zeigt der Film ihre Identitätssuche als eine Reise zwischen Nacht und Tag.

Astra Zoldnere ist eine lettische Filmemacherin, Kuratorin und Publizistin. Sie absolvierte ihren MA-Abschluss in Filmregie an der Baltischen Film- und Medienschule. Ihre Kurzfilme „Schätze des Meeres“ (2013) und „All My Dead“ (2014) wurden auf zahlreichen Filmfestivals gezeigt und erhielten mehrere Preise.

Vorführung: Sa 25. Mrz 2017 20:30

Bootstour für Filmemacher

Das Kieler Büro der FFHSH Film Commission lädt Gäste des Filmfestes Schleswig-Holstein zu einer zweistündigen Hafenrundfahrt auf dem Traditions- und Museumsschiff »MS Stadt Kiel« ein. Treffen ist um 13.45 Uhr und Abfahrt um 14 Uhr ab Anleger Seegartenbrücke (neben dem Schifffahrtsmuseum). Die Fahrt endet voraussichtlich um 16 Uhr.

Anmeldungen bitte bis zum 22.03.2017 unter (Bitte JavaScript aktivieren, um E-Mail-Adresse zu lesen.).

Vorführung: Sa 25. Mrz 2017 13:45

Calvin Fragmenti

Deutschland 2015; Regie: Manuel Ostwald, Philipp Westerfeld; 60 Minuten

Calvin hat aufgehört zu sprechen. Als ihm durch einen Campingausflug geholfen werden soll, baut sich eine elektrisierende Spannung zwischen ihm und der undurchsichtigen Fabienne auf. Es beginnt eine fiebrige Reise durch Calvins Träume, Ängste und die Erinnerungen an den letzten Sommer auf der ein unausgesprochenes Geheimnis, die Ereignisse der Gegenwart unaufhaltsam zuspitzt.

Philipp Westerfeld, geboren am 18. Mai 1991 in Hamburg, fing als Schüler im Alter von 17 Jahren an, erste Kurzfilme zu drehen. Seit 2013 studiert er an der Filmakademie Baden-Württemberg.

 Manuel Ostwald wurde am 24. Juni 1993 in Hamburg geboren und drehte bereits mit 14 Jahren erste Kurzfilme. Seit 2015 studiert er mit dem Schwerpunkt „Drehbuch“ an der Filmakademie Baden Württemberg.

„Calvin Fragmenti“ ist der erste Langfilm der beiden Regisseure.

Vorführung: Do 23. Mrz 2017 18:30

Comme des lions – Brave as lions (OmeU)

F 2016; Regie: Françoise Davisse; 116:32 Minuten

Seit 2007 schickt die Filmwerkstatt Kiel im Rahmen der Partnerschaft zwischen der Region Pays de la Loire und Schleswig-Holstein geförderte Filme zum Festival des deutschen Films in Nantes. Seit letztem Jahr erhalten wir Gegenbesuche – diesmal ist es der französische Dokumentarfilm „Comme des lions“ („Brave as lions“).

Filmemacherin Françoise Davisse begleitet darin die Arbeiter der Peugeot-Fabrik in Aulnay, Frankreich, in ihrem zweijährigen Kampf gegen die drohende Schließung. Am Ende konnten sie sie zwar nicht verhindern, aber zumindest enthüllten sie die Lügen des Vorstands von Europas zweitgrößten Automobilherstellers, ihre falschen Ausreden und leeren Versprechen sowie die Gründe für die schwache Position des französischen Staates. Außerdem entdeckten die Arbeiter, dass sie die Macht hatten, Entscheidungen zu treffen …

Françoise Davisse ist Filmemacherin und Produzentin. Sie wuchs in Saint-Denis am Rande von Paris, nur wenige Kilometer von der Fabrik Peugeot-Citroën in Aulnay-sous-Bois, auf. „Comme des lions“ ist ihr erster Dokumentarfilm. Seit seiner erfolgreichen Veröffentlichung im März 2016 wird er kontinuierlich in ganz Frankreich gezeigt.

Dieser Film läuft außer Konkurrenz.

Vorführung: Do 23. Mrz 2017 21:00

D|DK

Deutschland 2016; Regie: Karsten Wiesel; 12 Minuten

Der Film bildet die 67 Kilometer lange Grenzlinie zwischen Deutschland und Dänemark in mehr als 8000 Einzelbildern vollständig ab, und bewegt sich von der Ostsee bis zur Nordsee. In Verbindung mit der Musik von Burkhard Friedrich inspiriert der Film zu Gedanken über Natur, nationale Territorien, Macht und Identität.

Der heute so friedlichen Situation, an der Deutsch-Dänischen Grenze, die an vielen Stellen nur schwer als solche zu erkennen ist, ging eine wechselvolle und auch blutige Geschichte voraus. Anlass für den Film war die Beschäftigung mit der Deutsch-Dänischen Grenzregion und ihrer Geschichte im 150. Jubiläumsjahr der Schlacht um die Düppeler Schanzen 1864 – die entscheidende Schlacht im Krieg zwischen Österreich-Ungarn, Preußen und Dänemark, als dessen Resultat Dänemark die Herzogtümer Schleswig, Holstein und Lauenburg abtreten musste. Nach dem ersten Weltkrieg entschied ein Volksentscheid, wo von nun an die Grenze verlaufen sollte. Dieser Grenzverlauf existiert noch heute. Auf den alten Grenzsteinen ist auf der südlichen Seite „DRP“ für Deutsches Reich Preußen und auf der nördlichen Seite ein D für Dänemark zu lesen.
Der Film will weder die historischen Hintergründe erklären, noch gezielt auf deren Spuren hinweisen. Das Konzept nach dem auf einer Wanderung von Ost nach West alle neun Schritte ein Bild entstand, verhält sich neutral, um nicht zu sagen brutal zu dem, was es an Details zu entdecken gäbe. Die Bewegung, welche die Reihung der Bilder entstehen lässt, hat eine Geschwindigkeit von mehr als 300 Kilometern pro Stunde und verdichtet den Lauf von Sonne und Wolken von 10 Tagen auf 12 Minuten. Dieses Tempo hinterlässt einen künstlichen Eindruck, der zusätzlich zur Anmut des Landschaftspanoramas etwas objektivierendes haben soll, und den Betrachter in die Lage versetzen will, von der Realität einen Schritt zurückzutreten. Dadurch soll die Wahrnehmung auf den Prozess des Vergehens der Zeit geweitet werden, die gleichgültig ist zu einem Menschenleben, selbst zur Existenz von Staaten und Grenzen.

Bitte beachten Sie die Begleitausstellung D|DK mit Fotoabzügen im Foyer der Stadtgalerie Kiel vom 16. März 2017 (Eröffnung um 19.00 Uhr) bis 09. April 2017.

D|DK ist nominiert für den Dokumentarfilmpreis.

Karsten Wiesel Wiesel absolvierte in Flensburg eine Ausbildung zum Holzbildhauer. Nachdem er 2000 die Flensburger Kurzfilmtage initiierte, studierte er 2001 – 2007 an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg und produziert seit 2004 parallel seine ersten Kurzfilme. Sein Projekt „Hochbrücke Brunsbüttel“ gewann beim Filmfest Schleswig-Holstein 2015 den 1. Preis in der Kategorie Kurzfilm.

Vorführung: Sa 25. Mrz 2017 18:30

Deportation Class

Deutschland 2016; Regie: Carsten Rau, Hauke Wendler; 84:37 Minuten

Sie kommen in der Nacht, sie reißen Familien aus dem Schlaf, geben ihnen nur noch Zeit zum Packen und setzen sie in ein Flugzeug: sogenannte ‚Zuführkommandos‘ von Polizei und Ausländerbehörden. Im vergangenen Jahr wurden mehr als 22.000 abgelehnte Asylbewerber aus Deutschland abgeschoben.

Der Kino-Dokumentarfilm DEPORTATION CLASS zeichnet erstmals ein umfassendes Bild dieser staatlichen Zwangsmaßnahmen: Von der detaillierten Planung am Schreibtisch über den nächtlichen Einsatz in den Unterkünften der Asylbewerber bis zu ihrer Ankunft im Heimatland – und der Frage, was sie dort erwartet.

Nach langen Recherchen hatte das Filmteam um Carsten Rau und Hauke Wendler die Möglichkeit, in Mecklenburg-Vorpommern eine Sammelabschiebung zu begleiten. Ein Wunschprojekt des Innenministers Lorenz Caffier, der bei den Abschiebungen persönlich dabei ist und dem Elend so hilflos gegenübersteht wie die ausführenden Beamten. So entstanden bewegende Bilder, die kaum einer kennt, obwohl sie sich Woche für Woche wiederholen, wenn Hunderte von Asylbewerbern meist auf den Balkan ausgeflogen werden.

Carsten Rau, geboren 1967, studierte Politik in Berlin und Hamburg. 1993 bis 2006 war er Autor und Reporter beim NDR Fernsehen.

Hauke Wendler, Jahrgang 1967, absolvierte sein Politik- und Geschichtsstudium in Hamburg und London. Danach arbeitete er 12 Jahre als Autor und Reporter beim NDR Fernsehen.

Zusammen gründeten sie 2006 die Pier 53 Filmproduktion in Hamburg.

Insgesamt haben die beiden fast 60 TV-Dokumentationen und -Reportagen für öffentlich-rechtliche Sender realisiert – die meisten davon gemeinsam –, von denen mehrere mit renommierten Preisen ausgezeichnet wurden.
Der Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt bei gesellschaftspolitischen Themen, seit zehn Jahren immer wieder auch beim Themenkomplex Flucht und Migration (‚Abgetaucht‘, ‚Schattenwelt‘, ‚Neun Finger, keine Papiere‘).
Im Bereich Dokumentarfilm haben Rau und Wendler den 90-minütigen Film ‚Wadim‘ (www.wadim-derfilm.de) produziert und als Autoren und Regisseure realisiert. Der Film wurde mit mehreren Preisen ausgezeichnet, u. a. dem Otto-Brenner-Preis und dem Katholischen Medienpreis, war für den Deutschen Dokumentarfilmpreis nominiert und lief bei Festivals im In- und Ausland, z. B. bei den Hot Docs in Toronto.
Ihr Dokumentarfilm ‚Willkommen auf Deutsch‘ (www.willkommen-auf-deutsch.de) wirft einen kritischen Blick auf die Willkommenskultur in Deutschland.

DEPORTATION CLASS ist für den Dokumentarfilmpreis nominiert.

Vorführung: Fr 24. Mrz 2017 18:30

Die Nacht im Hotel

Deutschland 2016; Regie: Konstantinos Sampanis; 19:49 Minuten

Die Verfilmung der gleichnamigen, 1949 erschienenen Kurzgeschichte von Siegfried Lenz zeigt eine Momentaufnahme des Lebens von Herrn Schwamm, einem gutmütigen Ehemann und sorgenden Vater, welcher seinen depressiven Sohn retten will. Am entscheidenden Abend dieser Mission macht er eine merkwürdige Begegnung. Vom Schicksal zusammengebracht, klagt er in einem Hotel einem verbitterten und verständnislosen Fremden sein Leid, welcher die Erzählung im letzten Moment zu einer bewegenden Parabel für Menschlichkeit und Güte macht…

Konstantinos Sampanis studierte Medien-Management und ist ein autodidaktischer Filmemacher. Sein Kurzfilm SIX FEET DEEP (2012) wurde mit einem Emmy ausgezeichnet.

Vorführung: Fr 24. Mrz 2017 19:00

Die Schwentineflotte

Deutschland 2016; Regie: Marc Schulz, Hauke Wendt; 12:09 Minuten

Erste Folge einer Dokumentationsserie über eine Gemeinschaft bestehend aus Aussteigern, die versteckt zwischen alten Werften und dem Nordostseekanal im Hafen von Stiekenhörn auf Wohnbooten leben. Ben ist einer von ihnen.
Die Gruppe besteht aus Individualisten, alt Hippies und jungen Idealisten. Für ihr Wohnrecht im Hafen mussten sie hart kämpfen. Tatsächlich ist es der einzige Hafen mit einem legalen Wohnrecht in Deutschland. Die Dokumentation fängt auf humorvolle Weise das unkonventionelle Leben der Bewohner ein und soll auch ergründen, warum sie trotz Materieller Armut meist zufrieden mit ihrem Leben sind.
Seit Ben denken kann, setzt er sich unkonventionell aber leidenschaftlich für diskriminierte und benachteiligte Menschen ein. Aktuell arbeitet er an einem Projekt von und mit Flüchtlingen namens Flüchtlingswerft, bei dem er ihnen in einer alten Lagerhalle zeigt, wie man Boote repariert und den Geflüchteten so eine Perspektive beim Warten auf das Asylverfahren gibt.

Marc Schulz, 1992 in Schleswig-Holstein geboren, dreht seit seinem zwölften Lebensjahr Filme aller Art. Zurzeit produziert er Imagefilme, Kurzspielfilme, Animationen, Dokumentationen oder Musikvideos, auch im Auftrag von Organisationen und Unternehmen. Von 2013 bis 2014 war er als Reportagefotograph für die ‚taz‘ tätig. Zwischen 2014 und 2016 als freier Mitarbeiter bei NDR- und ZDF-Produktionen als Tontechniker beschäftigt. Aktuell arbeitet er bei Jung von Matt in der Schweiz als Kreativ Konzepter.

Hauke Wendt, geboren 1982 in Kiel, aufgewachsen in Athen, Griechenland, hat in Deutschland Abitur gemacht und 2009 den Master of Arts Multimedia Production an der FH Kiel absolviert. Seither ist er als freiberuflicher Kameramann und Mitbetreiber der Filmproduktionsfirma diefilmschrauber.de und www.wendt-production.de tätig.

DIE SCHWENTINEFLOTTE ist nominiert für den Nachwuchsfilmpreis.

Vorführung: Sa 25. Mrz 2017 18:30