A Good Man

Deutschland 2014; Regie: Malte Grosche; 11:45 Minuten

Für Herrn W. ist es das Jahr 1955. Heute muss er unbedingt zum Strand gelangen, um dort die Liebe seines Lebens davon zu überzeugen, ihn zu heiraten. Dass er dies vor 58 Jahren bereits erfolgreich geschafft hat und seine Frau seit acht Jahren verstorben ist, weiß der demente 82jährige nicht mehr. So begibt er sich seitdem jedes Jahr aufs Neue auf die Reise zum Strand – während seine Familie auf liebevolle und kreative Weise alles möglich macht, damit ihn die Realität nicht einholt.

Der Hamburger Malte Grosche erlangte 2011 den Bachelor of Arts Film und Fernsehen / Regie. Bereits während des Studiums realisierte er eigene Kurzfilme und Musikclips. Außerdem arbeitete er als Set-AL-Assistent für TV-Filme. 2011 veröffentlichte er einen Kurzgeschichtenband (Groschenheft). Seit 2011 arbeitet Malte Grosche als freier Regieassistent, Set-AL und Regisseur.

A strange place called earth

Deutschland 2014; Regie: Jackie Gillies; 17 Minuten

Ein Astronaut auf Mission Erde. Was er findet, sind die Krankheiten  der modernen Gesellschaft, vom Diktat der Schönheitsindustrie, über Bildungsreformen oder den Verlust zwischenmenschlicher Bindungen bis hin zum fremdgesteuerten Essverhalten und Konsumfrust – Eine verstörende Reise durch die gesellschaftlichen Abgründe unserer Zeit, die die Frage aufwirft, was bleiben und was kommen wird. Ist es Zeit zum Umdenken?

Jackie Gillies wurde am 2. Juli 1985 in Kiel geboren. 2012 beendete sie das Studium der Englischen Philologie, Kunstgeschichte und Europäischen Ethnologie/Volkskunde an der Kieler Christian-Albrechts-Universität als Magistra Artium. Danach arbeitete sie als Lehrbeauftragte und Dozentin am Lehrstuhl für Englische Literatur an der CAU Kiel. Heute hat sie die Redaktions- und Anzeigenleitung des IMMOBILIENMARKT Verlags GmbH, Kiel. Nach der Mitarbeit an diversen Filmprojekten ist „A Strange Place Called Earth“ das Regiedebut der 29-Jährigen.

Auflösung

Deutschland 2014; Regie: Helge Brumme; 16 Minuten

Simon hat einen neuen Job: In einem Tagungshotel soll er die Tonaufnahmen der dort abgehaltenen Tagungen überwachen. Das scheint zunächst spannend, doch irgendwann fällt ihm auf, dass sich die Redner nie einig werden – Nichts scheint richtig, nichts scheint falsch. Simon schafft es nicht, das Gesagte an sich vorbeifließen zu lassen. Er ist auf ungesunde Art fasziniert von den Widersprüchen. Die Tagungen stellen selbst die Dinge in Frage, die unumstößlich schienen, und ziehen Simon den Boden der letzten Gewissheit unter den Füßen weg.
Der Film basiert auf der gleichnamigen Kurzgeschichte von Daniel Kehlmann.

Der gebürtige Rendsburger Helge Brumme absolvierte 2008 – 2014 sein Bachelorstudium Film und Kunst an der HfbK Hamburg. Seitdem lebt und arbeitet er als Autor in Hamburg.

Aus deinen Händen

Deutschland 2014; Regie: Sebastian Husak; 10 Minuten

Nach einem einschneidenden Erlebnis treffen sich die beiden Brüder Alexander und Kai wieder. Sechs Jahre hatten sie keinen Kontakt und noch immer scheint etwas zwischen den beiden zu stehen….

Sebastian Husak (geb. 13 Oktober 1993) arbeitete seit seinem achten Lebensjahr oft als Schauspieler, doch schon immer zog es ihn auch hinter die Kamera. Nach der Produktion des Kurzfilms “FELONIE”, bei dem er Regie, Kamera und Schnitt übernahm, kam er mit dem nächsten Regieprojekt “Auf ein Wort” unter die ersten drei Plätze beim Schleswig Holstein Jugend-Film-Preis und nahm damit beim “up-and-coming Int. Film Festival Hannover” 2013 teil. Seit Oktober 2014 studiert er Regie an der Hochschule für Film und Fernsehen (HFF) in München.

Mit seinem Film “Aus deinen Händen“ gewann er bereits über sechs Preise im deutschsprachigem Raum, darunter den Hamburger Nachwuchsfilmpreis.

Breaking

Deutschland 2012; Regie: Pipo Tafel; 8:40 Minuten

Der dynamische Tanzfilm zeigt die wortlose Begegnung zweier Menschen am Strand. Die filmische Adaption einer Choreografie ist ein kraftvoller Tanz der Kamera mit den Akteuren – eine Hommage an die Kraft des Meeres. Wie Krebse verkeilen sich die beiden Tänzer ineinander oder umkreisen sich gegenseitig. Die Energie changiert binnen Sekunden zwischen Verschmelzung und Abstoßung, wechselt zwischen Nähe und Distanz. Im Hintergrund brechen sich die Wellen am Strand vor der unendlichen Weite des Meeres.

Die filmische Installation wurde in Travemünde gedreht.

Philipp „Pipo“ Tafel (1979, Stuttgart) ist Medienkunst Absolvent cum laude der Staatlichen Hochschule für Gestaltung Karlsruhe und ausgebildet als zeitgenössischer Bühnentänzer. Er verwirklichte bereits zahlreiche eigene wie auch in Auftrag gegebene Regie- und Choreographiearbeiten, sowie Videoprojekte für Theater, Events, Ausstellungen & Festivals. Neben der Leitung künstlerischer Projekte ist Pipo Tafel auch tätig als Kameramann und Produzent für Making of Videos, Moodclips und Doku-& Imagefilme. Als Spezialist für Tanz und Medien gibt er regelmäßig Workshops an Hochschulen und unterrichtet für Stiftungen sowie Jugendprojekte. Seit 2007 lebt Pipo Tafel in Köln.

Chicken Cube

Deutschland 2014; Regie: Anna Penkner, Renate Pommerening; 2:47 Minuten

Chicken Cube ist das Huhn der Zukunft! – Inszeniert als Werbeclip macht der satirische 3D Animationsfilm unterschwellig und ohne erhobenen Zeigefinger auf die Perversion der industriellen Überzüchtung aufmerksam. Chicken Cube ist nominiert für den Nachwuchsfilmpreis.

Renate Pommerening (*20.07.1987 in Hamburg) und Anna Penkner (*28.02.1988 in Prien am Chiemsee) machten 2008-2012 gemeinsam ihren Bachelor in Illustration an der HAW Hamburg. Nach einem Auslandssemester in Kolding (Dänemark) absolvieren die beiden seit 2012 den Master in Illustration, ebenfalls an der HAW.
2014 gründete das Filmemacher-Duo die Designagentur „designdoppel“.

Comeback to go!

Deutschland 2013; Regie: Florian Sailer; 12:04 Minuten

Die 22jährige Imbissköchin Ly und ihr Stammkunde Harald (67) träumen von einer besseren Zukunft als Musiker. Bei Nudeln mit scharfer Soße, YouTube Videos und Autogrammwünschen müssen sich beide allerdings von ihren Illusionen verabschieden – aber nicht von ihrer Hoffnung.

Geboren in Bad Oldesloe verbrachte Florian Sailer einen großen Teil seiner Jugend mit der Super-8 Kamera und war häufig in den Vorführräumen diverser Kinos zu finden. Nach einem Umweg über  die IT-Branche kehrte er 2010 als Autodidakt zum Film zurück. „Comeback to go!“ ist seine zweite Kurzfilmproduktion.

Der Banker

Deutschland 2014; Regie: Ionas Amelung; 17:30 Minuten

Portrait eines ehemaligen Bankers, der ausgestiegen ist und nun in einem alten Haus auf dem Land der Bienenzucht nachgeht. Von den Schatten seiner Vergangenheit heimgesucht, erscheint er wie ein Fremdkörper in der sommerlichen Idylle des Landlebens.
Der Film folgt seiner stoischen Routine und zeigt die Künstlichkeit seiner Gesten und Handlungen. Was bleibt, ist die gescheiterte Illusion eines einsamen Mannes.

Ionas Amelung, geboren 1977 in Flensburg, produzierte bereits während seines Filmstudiums an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg diverse Kurzfilmprojekte und arbeitete als freier Mitarbeiter beim Norddeutschen Rundfunk. 2011 absolvierte er seinen Abschlussfilm und sein Diplom bei Wim Wenders. Er gründete die Filmproduktionsfirma Ellipsefilm GbR und arbeitet seit 2012 als freier Filmemacher und Autor.

Der Fährmann und seine Frau

Deutschland 2014; Regie: Johanna Huth; 37 Minuten

Im spärlich besiedelten, südwestlichen Mecklenburg-Vorpommern lebt ein Fährmann zusammen mit seiner Frau am Ufer der Elde. Seit 70 Jahren bringt er mit seinem kleinen Boot Passanten über den Fluss, so wie zuvor sein Großvater.
Der Film portraitiert das Zusammenleben des ungleichen Paares, das dennoch wie Pech und Schwefel zusammenhält.

Johanna Huth wuchs in Ostberlin auf und studierte Europäische Ethnologie, Geschichte und Politikwissenschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin und an der L‘Université Victor Segalen Bordeaux. Während ihres Studiums machte sie ihre ersten Kurzfilme für das Goethe-Institut Bordeaux und fuhr nach dem Magisterabschluss damit fort. Außerdem vertreibt sie Filme der Yangon Film School, organisiert das historisch erste Film Festival in Myanmar, das Wathann Film Fest und unterrichtet an der MET Film School Berlin.

Die Klangsammler

Deutschland 2014; Regie: Luis Krummenacher; 23:24 Minuten

In einem Raum unter der Erde leben Walter, Franz und Emil. Über eine Vielzahl von Rohren hören sie die Geräusche der Außenwelt, die sie in Marmeladengläsern auffangen und archivieren. Doch eines Tages bleibt ein Rohr stumm – und nicht nur das. Nach und nach dringt die Stille selbst zu ihnen vor …

Luis Krummenacher aus Kassel und der Rendsburger Christopher Albrodt studierten gemeinsam an der Universität und an der Fachhochschule in Potsdam Europäische Medienwissenschaft. Im September 2014 schlossen sie das Studium mit dem Bachelor of Arts ab. Der Kurzfilm “Die Klangsammler” ist ihr gemeinsames  Abschlussprojekt.