If you leave me now

Schweden 2014; Regie: Maria Eriksson; 18:22 Minuten

Im Zusammenleben mit ihrer Mutter hat die 19-jährige Frida die Mutterrolle übernommen. Jetzt will sie endlich ausziehen, doch ihre Mutter fängt unkontrolliert an zu weinen und verursacht Frida damit schwere Schuldgefühle. Kann sie sich trotzdem lösen?

Maria Eriksson ist schwedische Filmemacherin. Ihren Master in Filmregie machte sie an der Stockholm Academy of Dramatic Arts mit dem Abschlussfilm „Schoolyard Blues“.

KRUMP

Deutschland 2016; Regie: Johannes Ziegler; 7:55 Minuten

Kurz-Dokumentation über die junge, urbane Tanzart „Krump“ –  erzählt mit den Worten von jungen Tänzern. Der Zuschauer soll in ihre Welt eintauchen und einen Einblick in das Innenleben der Tänzer erhalten.

Johannes Ziegler, geboren 1985, arbeitet als selbstständiger Director of Photography und Steadicam operator in Hamburg. Bereits seine Kurzfilme NATURGEWALT (2014) und ZWEI ZUCKER (2014) liefen erfolgreich auf nationalen und internationalen Festivals.

Loop

D 2015; Regie: Jasmin Luu; 5:26 Minuten

Experimenteller Tanzkurzfilm, der in abstrakten Bildern das Gefühl „Sich-befreien-zu-müssen“ thematisiert – alte Muster zu durchbrechen, sich aus den Fesseln zu lösen. „Loop“ beschreibt den Drang, um Freiheit zu kämpfen, nur um dann wieder festzustellen, dass man am Anfang ist. Denn schließlich gibt es immer Fesseln, die einen halten. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis diese wieder zu fest werden und man sich befreien muss.

1994 in Hamburg geboren, begann Jasmin Luu mit fünf Jahren zu tanzen und drehte mit dreizehn ihren ersten Film. Seit dem Abitur arbeitet die Deutsch-Chinesin als Regisseurin, Choreographin und Performance Künstlerin. Im Laufe der Zeit verband sie immer mehr ihre Leidenschaften Film und Tanz miteinander. Die Nachwuchsfilmerin setzt sich daher viel mit den Themen Körper, Bewegung und Raum auseinander. Seit Oktober 2015 studiert sie an der HFBK Hamburg Film.

Mein Vater – M’athair

Deutschland / Irland 2016; Regie: Johanna Jannsen; 7:55 Minuten

Der Dokumentarfilm erzählt die Geschichte des Fährmanns Peadar, der sich um seinen 99 Jahre alten Vater kümmert. Beide leben auf Inis Oírr, der kleinsten der drei Aran Insel vor der rauen Atlantikküste West-Irlands.

Die 25-jährige Johanna Jannsen wurde in Flensburg geboren und studiert derzeit Multimedia Production an der Fachhochschule in Kiel. Während ihres Studiums konnte sie zahlreiche Filmerfahrungen sammeln, wobei sie sich besonders für die Kameraarbeit und das dokumentarische Erzählen begeistert.

Neben regionalen Geschichten rund um Norddeutschland interessiert sie sich außerdem für relevante Themen im Ausland. Im Oktober 2016 nahm sie beim Filmcamp Galway Stories – Screen Talent Europe teil, bei dem der Dokumentarfilm “Mein Vater” / “M’athair” entstand.

Nominiert für den Nachwuchsfilmpreis.

Memento Mori

Deutschland 2015; Regie: Nina Schiena; 13:15 Minuten

„Fürchtest du den Tod? Hab keine Angst!“
Ein Junge verbringt seine Zeit an einem vollen Urlaubs-Strand. Seine Eindrücke und Gedanken verflechten sich mit der Wahrnehmung von Vergänglichkeit.
Das filmische Essay Memento Mori will das Leben und den Tod als Einheit verstehen und die Angst vor dem Tod hinterfragen.

Nina Schiena entwickelte früh eine Leidenschaft dafür, mit Bildern und Tönen zu spielen, Filmideen zu entwickeln und umzusetzen. Um alles über Film zu lernen, absolvierte sie das Diplomstudium Filmbearbeitung an der Universität „Konrad-Wolf“ in Potsdam Babelsberg. Sie begann, ihre eigenen Filmideen zu realisieren und vertiefte ihr Wissen über Kameraarbeit. Danach studierte sie Regie bei der Film Arche eV Berlin Kreuzberg, arbeitete mit kleinen Filmteams und entwickelte sehr persönliche Kurzfilme.

METUBE 2: AUGUST SINGS CARMINA BURANA

Österreich 2016; Regie: Daniel Moshel; 5:41 Minuten

Auf einem Jahrmarkt werden ein Amateurfilmer und sein Sohn auf ein ungleiches Paar aufmerksam: Eine alte Dame und ihr nerdiger vierzigjähriger Sohn August werben um die Gunst eines Kunden, der bereit ist, ihnen Geld für eine Aufführung der Oper Carmina Burana zu geben. Der Junge bettelt seinen Vater um das nötige Kleingeld an und die Show beginnt. Die anfänglich jämmerliche Soloperformance des Nerds transformiert sich gegen Aufpreis in ein flashmobartiges Spektakel: Cheerleader in BDSM-Masken trällern gemeinsam mit einem Einkaufswagen-Roboter tanzend „Oh Fortuna“ und das Karussell wird zum Turm von Babylon, bestückt mit in Latex gekleidetem Chor und Orchester. August wird singend zum König gekrönt und von der Mutter, die in Gestalt der Göttin Fortuna am Rad des Schicksals dreht, zum Tode verurteilt und geköpft. Mit der anschließenden Begräbnisfeier zu einem Remix der Carmina Burana erreicht die Performance ihren spektakulären Höhepunkt: August wird als mehrköpfiger Held wiedergeboren, der die anfänglich schäbige Solodarbietung nun mit Chorunterstützung kraftvoll überbietet. Das eindrucksvolle Schauspiel endet abrupt, da die bezahlte Zeit abgelaufen ist. Mutter und Sohn kehren zurück in die ursprüngliche Warteposition und beenden ihren Arbeitstag indem sie eine Heimreise der dritten Art antreten.

Daniel Moshel wurde in Deutschland geboren und lebt derzeit in Wien. 2011 drehte er seinen ersten Dokumentarfilm („Login2Life“). Sein erstes Kurz- / Musikvideo „MeTube“ war eine Hommage an Tausende von ambitionierten YouTube-Nutzern und Video-Bloggern. Es wurde ein YouTube-Klassiker, nahm an mehr als 300 Festivals Vorführungen (einschl. Sundance Film Festival) und hat bisher 30 Auszeichnungen gewonnen.
Daniel Moshel erstellte außerdem als einer von vier Regisseuren, die ZDF-Dokumentarfilm-Reihe „House of Love“.

Minor Guilty

Russland 2015; Regie: Malika Musaeva; 22:13 Minuten

Nach der Scheidung kehrt Mariana zurück in ihr Heimatdorf. Niemand spricht mit ihr, mit Ausnahme der neuen Nachbarin – eine geheimnisvolle Frau mit einem islamischen Kopftuch.

Malika Musaeva wurde 1992 in Grozny, Hauptstadt der russischen Teilrepublik Tschetschenien geboren. Minor Guilty ist nicht nur ihr sechster Kurzfilm, sondern auch ihre Diplomarbeit.

 

Moschee DE

Deutschland 2016; Regie: Michał Honnens, Mina Salehpour; 61 Minuten

Am Rande einer deutschen Großstadt bricht der sogenannte Krieg der Kulturen aus. Eine muslimische Gemeinde will auf einem brach liegenden Grundstück eine Moschee errichten. Anwohner schließen sich in einer Bürgerinitiative zusammen, Lokalpolitiker und Neonazis protestieren Hand in Hand gegen den geplanten Bau. Es kommt zu Demonstrationen und Tumulten, bis Brandsätze gelegt und aus Nachbarn Feinde werden. Der reinszenierte Interviewfilm „Moschee DE“ basiert auf durchgeführten Gesprächsprotokollen mit zahlreichen Protagonisten eines realen Moscheebaukonfliktes aus dem Jahr 2006. Die fünf daraus entwickelten Charaktere bieten Wort für Wort einen unverfälschten und tiefen Einblick in die Gemütslage eines Landes, in dem der Islam Teil des Alltags wird. Vor dem Hintergrund der AfD-Wahlerfolge und Islamdebatten aktueller denn je.

Mina Salehpour, geboren 1985 in Teheran, war Regieassistentin am Schauspiel Frankfurt und Hannover, wo sie 2009/10 Robert Talheim bereits beim Theaterstück „Moschee DE“ assistierte. Seit der Spielzeit 2011/12 ist sie als freie Regisseurin tätig und wurde für ihre Arbeiten bereits mehrfach ausgezeichnet. Ab der nächsten Spielzeit wird sie Hausregisseurin am Staatsschauspiel Dresden. „Moschee DE“ ist ihr Debütfilm.

Michał Honnens, geboren 1977 in Polen, flüchtete 1981 nach Kiel. Nach seinem Abitur in Husum war er von 2000 bis 2007 bei acht Produktionen von Robert Thalheim für das Szenenbild verantwortlich. 2007 gründete er in Krakau und Berlin die deutsch-polnische Serviceproduktion I LOVE PL / FILM ART PRODUCTION. Als Serviceproduzent arbeitete er u.a. für Filme von Dominik Graf und Hans Christian Schmid. Sein erster Spielfilm als Setdesigner „Netto“ gewann 2005 einen Preis auf der Berlinale in der Sektion Perspektive Deutsches Kino. Michał leitet seit Januar 2015 die Zweigstelle von Kundschafter Filmproduktion GmbH in Burgdorf/Hannover. „Moschee DE“ ist sein erster Dokumentarfilm als Produzent und Regisseur.

MOSCHEE DE ist für den Dokumentarfilmpreis nominiert.

Mütter

Deutschland 2016; Regie: Mona Behfeld, Nora Grunwald, Kreske Lütgens; 6:33 Minuten

Animationsfilm über einen ganz normalen Tag in einem Café.
Ein Gespräch unter Müttern…

Die Filmemacherinnen Mona Behfeld, Nora Grunwald und Kreske Lütgens haben sich in einem Seminar an der Muthesius Kunsthochschule kennengelernt. Dort haben die drei ihren ersten gemeinsamen Stop Motion Kurzfilm verwirklicht. Etwas unzufrieden mit den Ergebnissen des ersten Projekts, doch versessen auf das  Medium Film, setzte sich das neu gefundene Team abermals zusammen. Es sprudelten die Ideen und es entstand ‚Mütter‘.

Nora (*1985) ist in den letzten Zügen ihrer Masterarbeit, Mona (*1991) studiert im Master Kunsttherapie und Kreske (*1992) Kunst und Deutsch auf Lehramt.

Not my job – Chuzhaya Rabota (OmeU)

Russland 2015; Regie: Denis Shabaev; 70 Minuten

Zur Förderung des kulturellen Austauschs mit Schleswig-Holsteins Partnerregion in Russland (Kaliningrad) wurde vor sieben Jahren das gemeinsame Dokumentarfilmfestival Territorium Film gegründet, zu dem die Filmwerkstatt Kiel den deutschen Programmteil beisteuert.
„Not my Job“ war 2016 dort erfolgreich im Programm.

Der Dokumentarfilm berichtet von Farrukh, einem russischen Gastarbeiter aus Tadschikistan. Zusammen mit seinen Eltern und Brüdern wohnt er am Rande von Moskau und schlägt sich mit Gelegenheitsjobs durch. Er vermisst seine Frau und sein Kind, die er in der Heimat zurückgelassen hat. Aber er hat einen Traum – Farrukh träumt von einer Karriere als Filmschauspieler …

Denis Shabaev wurde 1980 in Moskau geboren. Er studierte Dokumentarfilmregie am Moskauer Institut für Kinematographie – VGIK und an der Marina Razbezhkina und Mikhail Ugarov Schule für Dokumentarfilm und Theater in Moskau.