Nach dem letzten Schuss ist der Krieg noch nicht vorbei

Deutschland 2018; Regie: Jess Hansen & Kay Gerdes; 39 Minuten

Es dauert eine Weile, aber irgendwann ist das Eis gebrochen. Immer freier sprechen die Menschen, die fast ein Leben lang geschwiegen haben, über ihre verstörenden Kriegserlebnisse. Sie berichten teilweise erstmalig von ihren ganz persönlichen Gefühlen und Ängsten, im Bombenhagel, während der Flucht oder während der Hungerjahre.
Ein durch die AWO-Kiel initiierter Arbeitskreis, begleitet von einer Psychotherapeutin, schafft den Rahmen für diese Gespräche: Kriegskinder und Enkel lassen nach Jahrzehnten des Schweigens ihre düsteren Gedanken endlich frei.
Die Kieler Filmemacher Kay Gerdes und Jess Hansen waren fast zwei Jahre dabei und durften diese Befreiung dokumentieren. Herausgekommen ist ein Film, der berührt und generationsübergreifend Verständnis schafft. Ein Antikriegsfilm mit vielen Protagonisten, die mehr als 80 Jahre alt sind, der aber aktueller kaum sein kann: „Nach dem letzten Schuss ist der Krieg noch nicht vorbei…“

Kay Gerdes ist seit 1992 Cutter und produziert seit 1985 freiberuflich Dokumentarfilme vor allem zur regionalen Geschichte (z.B. Die Kieler Straßenbahn, Kiel im Bombenkrieg, Die Jahre danach: Flüchtlinge und Vertriebene in Schleswig-Holstein, Geschichte der Räuchereien in Eckernförde).

Jess Hansen
– Freier Mitarbeiter NDR HF/FS, an der IFS Köln absolvierte er sein Studium als Drehbuchautor. Heute ist er als Regisseur/ Autor und Filmemacher für die Produktionsfirma Joker Pictures GmbH in Kiel tätig. Er war beteiligt an zahlreiche Dokumentationen für öffentlich-rechtliche Sender und freien Produktionen in Zusammenarbeit mit Kay Gerdes.

Drehbuch
Jess Hansen & Kay Gerdes
Kamera
Kay Gerdes
Schnitt
Kay Gerdes
Kontakt
hansen@jokerpictures.de; KayGerdes@freenet.de

Vorführung: Sa 21. Apr 2018 15:30