Zeile für Zeile

Deutschland 2014; Regie: Viola Rusche, Hauke Harder; 33 Minuten

Ein Cellostück.
Eine Kahnfahrt.
Gedanken zu Musik und Komposition.

Die acht Zeilen seines Cellostücks Sequenz II im Wechsel mit Ernstalbrecht Stieblers Gedanken zu Langsamkeit, Raum, Reduktion, Wiederholung, Resonanz, Lebendigkeit und Emotion.

Ein filmisches Kontinuum.

Ernstalbrecht Stiebler (*1934) ist einer der ersten Komponisten in Europa, der minimalistische und reduktive Techniken verwendet hat. Neben seiner Tätigkeit als Chefredakteur für zeitgenössische Musik beim Hessischen Rundfunk hat er über mehrere Jahrzehnte ein breites Gesamtwerk geschaffen, das inzwischen auch zunehmend von einem jüngeren Publikum entdeckt wird.

Die Hauptrolle in dem Kurzfilm „Zeile für Zeile“ kommt der langsamen und gelassenen Bewegung der Musik von Ernstalbrecht Stiebler zu. Mit großer Konsequenz und eher im Verborgenen hat Stiebler einen reduzierten und auf den Klang konzentrierten Kompositionsstil entwickelt. Der Film greift diese reduzierte Arbeitsweise auf und wechselt in ruhigen und intensiven Bildern zwischen Musik und Stieblers Gedanken.

Viola Rusche wurde 1960 in Kiel geboren. Sie absolvierte ihr Musik- und Kunststudium in München und Düsseldorf. Heute lebt sie in Berlin als freie Cutterin und Filmemacherin. Hauke Harder wurde 1963 in Heide/Holstein geboren. 1989 begann er mit der kompositorischen Arbeit und veranstaltete bis 1999 Konzerte zeitgenössischer Musik im Rahmen der ‚Gesellschaft für akustische Lebenshilfe‘ (Kiel). Seit 2009 arbeitet er im Bereich Film.

Drehbuch
Viola Rusche, Hauke Harder
Kamera
Roman Pernack
Kontakt
info@zeilefuerzeile.de