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Programm 2017 mit vielen Premieren

Das Programm für das 21. Filmfest Schleswig-Holstein steht endgültig fest und es gibt so einige Neuigkeiten: Neue Zeiten, neue Veranstaltungsorte, neuer Dokumentarfilmpreis – und natürlich viele neue Filmproduktion aus und über Schleswig-Holstein.
Den Anfang macht bereits im Vorfeld des Filmfests die vom 16. – 26. März 2017 stattfindende Begleitausstellung „D|DK“ im Foyer der Stadtgalerie Kiel. Die erstmalige Kooperation mit der Stadtgalerie Kiel ermöglicht dem Filmfest Schleswig-Holstein die Präsentation des Festivalbeitrags „D|DK“ zu erweitern. Während der Wettbewerbsbeitrag „D|DK“ von Karsten Wiesel die 67 Kilometer lange Grenzlinie zwischen Deutschland und Dänemark in einem aus mehr als 8000 Einzelbildern bestehenden Kurzfilm vollständig abbildet, ermöglicht die Fotoausstellung einige Momentaufnahmen deutlicher zu betrachten.
Anlässlich der Ausstellungseröffnung am 16. März um 19.00 Uhr im Foyer der Stadtgalerie Kiel, Andreas-Gayk-Straße 31, werden auch die Festivalfilme „D|DK“ von Karsten Wiesel, „Revue“ von Urte Alfs und „Voxeværk“ von Mie Skjoldemose aufgeführt.

Am 22. März 2017 um 19.00 Uhr startet dann das Filmfest Schleswig-Holstein im Kino des Kieler Kultur- und Kommunikationszentrum Die Pumpe e.V. in Anwesenheit von der schleswig-holsteinischen Ministerin für Justiz, Kultur und Europa Anke Spoorendonk sowie Oberbürgermeister Ulf Kämpfer. Der Eröffnungsfilm von Antje Hubert lässt seine Zuschauer „Von Bananenbäumen träumen“. Die Dokumentation über eine beeindruckende Dorfbewegung aus Norddeutschland ist die erste von insgesamt 38 hier im Land geförderten Produktionen, Projekten von heimischen Filmemachern, in Schleswig-Holstein gedrehten Filmen sowie Kurz- und Nachwuchsfilmen, die im diesjährigen Wettbewerbsprogramm gezeigt werden. Hinzu kommen zwei Beiträge von den französischen und russischen Partnerfestivals.

Traditionell folgt im Anschluss an den am Samstag, den 25. März 2017 um 20.30 Uhr stattfindenden Kurzfilmabend „Kurz & Kult“ im Kino in der Pumpe die Preisverleihung für die Gewinnerfilme – mit einer besonderen Premiere:

Erstmals wird dieses Jahr ein gesonderter Dokumentarfilmpreis verliehen. Die Stifter des Preisgeldes von 1.000 Euro sind ver.di FilmUnion Nord, ver.di Bezirk Kiel-Plön und ver.di Landesbezirksfachbereich Medien, Kunst, Industrie Hamburg/Nord. „Die Kunst des Dokumentarfilms liegt in der Darstellung des Sozialen, das gesellschaftlich bestimmt wird. Ausgezeichnet wird eine Dokumentation, die in herausragender Form ein Problem darstellt und Möglichkeiten der Verbesserung aufzeigt“ beschreibt Jens Stubbe, Projektmanager im ver.di Netzwerk connexx av., die Auswahlkriterien.
Außerdem gibt es wieder einen vom Kiel-Tatort-Produzenten Nordfilm gestifteten Nachwuchsfilmpreis, der mit 1.000 Euro dotiert ist. Auch Filmkultur Schleswig-Holstein e.V. (ehemals: Kulturelle Filmförderung Schleswig-Holstein e.V.) hat erneut 2.000.- Euro Preisgeld für einen hervorragenden Lang- oder Kurzfilm gestiftet, wobei die Jury den Preis auch nach eigenem Ermessen aufteilen und mehrere Werke auszeichnen kann.Mit der Auszeichnung der Gewinnerfilme und einem anschließenden Ausklang in der Gastronomie der Pumpe endet das 21. Filmfest Schleswig-Holstein.

Seit 1993 wurde das Filmfest Schleswig-Holstein – ehemals unter dem Namen „Augenweide“ – von der Kulturellen Filmförderung Schleswig-Holstein e.V. zusammen mit dem Kommunalen Kino Kiel in der Pumpe in Kiel ausgerichtet. Veranstalter ist seit 2008 die Filmwerkstatt der Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein zusammen mit dem Kino in der Pumpe sowie der Kulturellen Filmförderung Schleswig-Holstein e.V., jetzt Filmkultur Schleswig-Holstein e.V., als Preisstifter.


 

Die Preisträger des 20. Filmfests Schleswig-Holstein 2016:

Am 20. März 2016 wurden im Kieler Kultur- und Kommunikationszentrum die Pumpe die Gewinner des 20. Filmfests Schleswig-Holstein bekannt gegeben.
Der vom Kiel-Tatort-Produzenten Nordfilm gestiftete Nachwuchsfilmpreis über 1000 Euro wurde Sebastian Husak für seinen Kurzfilm „Rhythmus“ verliehen. Die Jury begründete ihre Entscheidung mit den Worten:
„Rhythmus berührt den Zuschauer, indem er die Welt durch die Augen eines heranwachsenden Mannes zeigt. Der Film überzeugt durch hohe Professionalität aller Gewerke und eine reduzierte, intensive Bildsprache. Der Regisseur inszeniert ‚Rhythmus‘ konsequent als intimes Kammerspiel.“

Über eine lobende Erwähnung konnten sich zudem die Nachwuchsfilmemacher Rike Hoppe und Dennis Stormer freuen. Ihr Kurzfilm  „The Quick Guide how to get famous in five minutes“ ist laut Jury ein wilder Ritt durch unsere nach Ruhm strebende Mediengesellschaft. Ein manchmal zu herausfordernder Stilmix, der dem Zuschauer einiges abverlangt durch bissigen Humor, wilden Schnitt, krassen Wechsel der Bildästhetik und des Tempos.“

Die mit jeweils insgesamt 2000 Euro dotierten Hauptpreise in Form eines Buddelschiffs überreichten die Preisstifter Adalbert Schwede, Geschäftsführer der Pumpe e.V. sowie Jessica Dahlke, Vorstandsvorsitzende der Kulturellen Filmförderung Schleswig-Holstein e.V. und Vorstandsmitglied Christoph Zickler.
Die Preise wurden von der Jury, bestehend aus den Vorjahres-Siegern Urte Alfs, Susanna Salonen und Karsten Wiesel, wie folgt aufgeteilt:
Die Installation „LandRush“ von Frauke Huber und Uwe H. Martin erhielt einen Preis über 1000 Euro mit der Begründung: „‘LandRush‘ thematisiert überzeugend ein weltweit relevantes Thema – Lebensmittelproduktion im Spannungsfeld vom nachhaltigen Umgang mit Ressourcen versus Technologie-Entwicklung und Profitmaximierung. Die mehrteilige Installation ermöglicht dem Zuschauer auf verschiedenen Ebenen ins Thema einzusteigen. Die Umsetzung ist visuell beeindruckend, journalistisch fundiert und konzeptionell innovativ.“
Weitere 1000 Euro gingen an den Kurzfilm „Planet Willi“ von Sören Wendt. „Der kleine Willi kommt aus einer fremden Welt und ist für das Leben auf unserem Planeten nicht gut ausgerüstet. Willis Geschichte wird aus der Perspektive seiner kleinen Schwester erzählt. Ein generationsübergreifender Film, der mit spielerischer Leichtigkeit einen Blick auf das Thema Behinderung wirft“, erläuterte die Jury ihre Entscheidung.

Bei den Langfilmen gab es dieses Jahr keine Rangfolge. Die Jury legte Wert auf die gleichwertige Vergabe von jeweils 1000 Euro an zwei Produktionen. Über einen Langfilm-Preis freuten sich Viola Rusche und Hauke Harder für „A Shape of Time“. „Der mit vorsichtigen und sehr klaren Bildern erzählende Film bringt uns den japanischen Komponisten Jo Kondo und seine Musik nahe In den sorgfältig kadrierten Einstellungen lässt ‚A Shape of Time‘ uns die Zeit, die Musik zu entdecken und zu erleben und währenddessen über Ansätze in zeitgenössischer Komposition und künstlerischer Arbeit nachzudenken“, führten die Jury-Mitglieder ihre Entscheidung aus.
Außerdem wurde der plattdeutsche Dokumentarfilm „Utbüxen kann keeneen – Weglaufen kann keiner“ von Gisela Tuchtenhagen und Margot Neubert-Maric ausgezeichnet. „Gisela Tuchtenhagen und Margot Neubert-Maric machen ihr Publikum bekannt mit einer Trauerkultur in norddeutschen Dörfern, die sich noch unmittelbar auf alte Traditionen stützt. Die präzise Arbeit der Filmemacherinnen verdeutlicht die Selbstverständlichkeit mit der Bestatter, Sargtischler und Kirchenleute den letzten Abschied gestalten. Der Film schafft es, das ernste Thema mit viel Wärme zu erzählen“, so die Jury.

Festivalleiter Arne Sommer freute sich über die beindruckende Bandbreite der Produktionen aus und über Schleswig-Holstein. „Die Jubiläumsausgabe des Filmfests Schleswig-Holstein bewies einmal mehr die Vielfältigkeit und Professionalität des filmischen Schaffens im Lande. Da wächst schon die Vorfreude auf das nächste Filmfest vom 23.-26. März 2017“, lobte Sommer.


 

Die Eröffnung des 20. Filmfests Schleswig-Holstein 2016:

Roter Teppich zur Begrüßung – Um 19.00 Uhr wurde heute (17. März 2016) das 20. Filmfest Schleswig-Holstein im Kieler Kultur- und Kommunikationszentrum Die Pumpe e.V. offiziell eröffnet. In seiner Rede lobte der Staatssekretär des Ministeriums für Justiz, Kultur und Europa Dr. Eberhard Schmidt-Elsaeßer nicht nur die Vielzahl, sondern vor allem auch die große Vielfalt der Filme, die auf dem Festival präsentiert werden. „Die Breite der Themen, Formen und Sichtweisen zeigt, wie lebendig ‚Film in und aus Schleswig-Holstein‘ ist“, betonte er. Dabei habe die Digitalisierung dazu geführt, einen schnelleren Zugang anderer Sichtweisen und Produktionsmethoden zum Publikum zu ermöglichen. „Filmproduktionen werden schneller, spontaner und persönlicher umgesetzt. In jedem Fall ist die Vielfalt gewachsen. Sie zeigt sich auf hohem Niveau auch bei diesem Filmfest“, hob Dr. Schmidt-Elsaeßer hervor.

Als „ausgesprochener Filmfan“ hat sich auch Oberbürgermeister Ulf Kämpfer sehr auf das Filmfest Schleswig-Holstein gefreut. „Zum 20. Mal bringt es große Filmkunst und spannende Einblicke in das filmische Schaffen unseres Bundeslandes auf die Leinwand der Pumpe“, so Kämpfer. Das Filmfest sei längst zu einem festen Bestandteil im Kieler Kulturleben geworden. „Dabei ist es aber weit davon entfernt, sich im Kreis und um sich selbst zu drehen. Im Gegenteil: Mit ihrer Programmgestaltung zeigen die Kulturelle Filmförderung SchleswigHolstein e. V., die Filmwerkstatt der Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein und das Kommunale Kino, dass Sie sich den Herausforderungen der Zukunft stellen“, bekräftigte der Oberbürgermeister von Kiel. „Wir freuen uns besonders über die hohe Anzahl von Filmemachern, die auch dieses Mal ihre Filme nach Kiel begleiten“, fügte Arne Sommer, Leiter des Filmfests Schleswig-Holstein, hinzu. „Filmfestivals sind großartige Angebote, ins Gespräch zu kommen, und unsere Themen sind vielfältig und aktuell.“ Zu fast jedem Film würden Gäste erwartet, nirgendwo sei es so einfach und lohnend, mit Filmemachern ins Gespräch zu kommen. „Auch die Filmszene im Land trifft sich hier und tauscht sich fachlich und inhaltlich aus. Ich freue mich auf viele spannende Gespräche mit Publikum und Machern“, sagte Sommer.

Für einen einprägsamen Eröffnungsabend sorgte vor allem die FlüchtlingsDokumentation „Viacrucis Migrante – Kreuzweg der Migrant_innen“. Filmemacher Hauke Lorenz begleitet darin Zentralamerikaner, die unter lebensgefährlichen Bedingungen durch Mexiko in die USA fliehen wollen. Sein Langfilmdebut kommt dabei ohne Kommentar aus und verleiht so eindrucksvoll authentisch den verzweifelten Protagonisten, die trotz aller Gefahren die Flucht riskieren, eine Stimme. „Ich will auf das Problem aufmerksam machen und etwas für die Rechte der Menschen tun“, sagte der Hamburger Digital- und Videojournalist, Ethnologe und Lateinamerikanist. „Deshalb freue ich mich auch sehr, dass das Filmfest Schleswig-Holstein dieser allgegenwärtigen Thematik als Eröffnungsfilm ein ganz besonderes Forum bietet“, bedankte sich Hauke Lorenz bei den Organisatoren.

Auch beim anschließenden Empfang mit mexikanischem Buffet bot die Vorführung noch reichlich Gesprächsstoff. Noch bis zum 20. März wird die Pumpe zur Projektionsfläche für das vielfältige Filmschaffen aus, in und über Schleswig-Holstein. Die Preisverleihung inkl. des Nachwuchsfilmpreises findet am Samstag, den 19. März im Anschluss an den traditionellen Kurzfilmabend statt, der um 20.30 Uhr beginnt. Alle weiteren Informationen und das vollständige Festivalprogramm finden Sie unter www.filmfest-sh.de