, Kino in der Pumpe / 1. OG

Programm 2

CHINESISCHE RADIKALE – DER MATRIZENFUND IN GLÜCKSTADT

BARSTOW, CALIFORNIA

Die Vorführung findet in Anwesenheit des Filmemachers statt.

Programm

Chinesische Radikale – Der Matrizenfund in Glückstadt

Deutschland 2018; Regie: Maria Hemmleb, Artur Dieckhoff; 25 Minuten

Die chinesische Künstlerin und Kalligraphin Ping Qiu und Jürgen Bönig, Historiker und Schriftexperte, besuchen die ehemalige Druckerei J.J. Augustin in Glückstadt. Seit 1905 war diese eine der bedeutendsten Fremdsprachendruckereien in Europa. Beim Stöbern in den verlassenen Räumen finden sie Kästchen mit Matrizen von chinesischen Schriftzeichen, von deren Existenz man bisher nichts wusste.
Was verbirgt sich dahinter, wie wurde damit gearbeitet? Kann von den Matrizen gegossen werden und sind die neu gegossenen Zeichen druckfähig?
Ein filmischer Ausflug in die Welt der chinesischen Radikalen.

Maria Hemmleb studierte Kunst und Film in London und an der Hochschule für bildene Künste in Hamburg. Die Mitbegründerin der Hamburger Produktionskooperative „die thede“ arbeitet als Regisseurin und Editorin von Dokumentarfilmen. Sie ist außerdem Dozentin für nonlinearen Schnitt und Dokumentarfilmmontage. Diverse Filme, an denen sie als Regisseurin odr Editorin beteiligt war, liefen auf Festivals und wurden mit Preisen ausgezeichnet. Zu ihren weiteren Regiearbeiten gehört zum Beispiel der Kinodokumentarfilm „Das verschwundene M“ (D 2014). Weitere Informationen unter www.mariahemmleb.de .

Artur Dieckhoff (*1948) absolvierte nach seiner Schriftsetzerlehre sein Studium an der FHS Wuppertal als Dipl.-Ing Medien- und Drucktechnik und studierte an der Hochschule für Bildene Künste in Hamburg. 1976 – 2011 übernahm er eine Lehrtätigkeit an der Fachoberschule für Gestaltung in Hamburg und gründete 1984 die Buchdruckerwerkstatt „Schwarze Kunst“. 2008 hat er bereits zusammen mit Maria Hemmleb den Film „Schrift ist ein Abenteuer“ (Buch/Regie) herausgebracht.


Barstow, California

Deutschland / USA 2018; Regie: Rainer Komers; 76 Minuten

Vielschichtiges Porträt der us-amerikanischen Kleinstadt, der Landschaften der Mojave-Wüste und des dortigen Lebens. Die Stimme des Dichters und verurteilten Mörders Stanley „Spoon“ Jackson liest Ausschnitte aus seiner Autobiografie „By Heart“, während im Zwischenschnitt Bilder einer in amerikanischer Mythologie getränkten Welt erscheinen.
Seit 1977 sitzt Spoon Jackson in verschiedenen Gefängnissen seine lebenslange Haftstraße ab. Der Afro-Amerikaner aus Barstow, Kalifornien, tötete als 19-Jähriger im Streit einen Weißen. Eingesperrt in einer Zelle, ohne Aussicht auf Begnadigung, wurde Jackson zum Aktivisten und begann zu schreiben – über die Welt, das Leben und seine Jugend in Barstow, Kalifonien.
Rainer Komers von der FFHSH geförderte Film über die Kehrseite des amerikansichen Traums wurde mit dem ARTE Dokumentarfilmpreis ausgezeichnet.
Rainer Komers, geboren 1944 in Guben. Filmstudium an der Kunstakademie Düsseldorf, Meisterschüler. Filmprojekte in Alaska, Indien, Japan, Jemen, Kalifornien, Lettland und Montana; »Nome Road System« wurde mit dem Deutschen Kurzfilmpreis 2004 ausgezeichnet, »B 224« mit dem Hessischen Filmpreis 2001, »Zigeuner in Duisburg« mit dem Preis der Deutschen Filmkritik 1980. Außerdem erhielt er den Ruhrpreis für Kunst und Wissenschaft, sowie ein Goethe-Stipendium in der Villa Kamogawa in Kyōto. Komers lebt in Berlin und Mülheim an der Ruhr.

Ort: Kino in der Pumpe / 1. OG

Kino in der Pumpe
Haßstraße 22
24103 Kiel

Für Rollstuhlfahrer sind begrenzte Platzkapazitäten vorhanden. Um Anmeldung wird gebeten.

Das Kino ist für Rollstuhlfahrerinnen und Rollstuhlfahrer geeignet