, Kino in der Pumpe / 1. OG

Programm 7

SAGA

AUS EINEM JAHR DER NICHTEREIGNISSE

Die Vorführung findet in Anwesenheit des Filmemachers statt.

Programm

Saga

Deutschland 2018; Regie: Arturo Sayan, Nina Hartmann; 15'47 Minuten

Neuinterpretation tradierter Stoffe und Motive, unter anderem aus der armenischen Kultur, als Liebessaga.
Analoges 16 mm- und digitales Filmmaterial verschmelzen in drei Kapiteln in unterschiedlichem Verhältnis miteinander. Das Analoge nimmt die Funktion des Perspektivwechsels ein und birgt bleibende Erinnerungen bzw. enthüllt die “Gedankenfetzen“ der Vergangenheit. Die Digitalität verweist auf die Perspektive des realen, unmittelbaren Erlebens. Derweil tritt das analoge Material physisch selbst in Erscheinung und erweitert den Film so um eine zusätzliche konzeptionelle Ebene. Die Filmemacher fungieren gleichzeitig als Protagonisten.
Die Zeit sowie das Erleben einer Liebesbeziehung und das Durchlaufen verschiedenster Stadien wie das leichte “Kribbeln“, die “flammende Liebe“, aber auch Scheitern, Enttäuschung, Sehnsucht, Schmerz und Verlust werden symbolisch in Form von Jahreszeiten, Naturelementen und Erinnerungswelten internalisiert.

Arturo Sayan wurde 1984 in Armenien geboren. Nach dem Schulabschluss hat er an der Jerewaner staatlichen Hochschule für Theater und Filmkunst im Fachbereich Theaterregie studiert und erfolgreich absolviert. Danach arbeitete er im Jerewaner musikalischen Kammertheater als Regisseur und Schauspieler. 2003 gründete Sayan in Armenien die Produktion „New Art“. Er drehte dort dieverse Kurzfilme. 2010 absolvierte er das Labor für junge Regisseure im Rahmen des Moskauer Internationalen Tschechow Wettbewerb. Er ist der Autor des Buches „Toben Hanswurst“.
2013 zog Sayan nach Deutschland und ist seitdem künstlerisch tätig. 2015 drehte er den Film „Auf den Spuren des Windes“. 2018 absolvierte er sein zweites Studium im Studiengang Freie Kunst der Muthesius Kunsthochschule. Während des Studiums realisierte er verschiedene Projekte,  wie z.B. „Flüchtlingsheim“ oder die Film-Trilogie „Saga“. Sein aktuelles Filmprojekt heißt „#maestro95“, gewidmet dem Filmemacher Sergei Paradschanow.


Aus einem Jahr der Nichtereignisse

Deutschland 2017; Regie: Ann Carolin Renninger, René Frölke; 83 Minuten

Willi lebt fast neunzigjährig, allein auf einem alten norddeutschen Dreiseitenhof. „Aus einem Jahr der Nichtereignisse“ ist die Beschreibung seiner sehr pragmatischen Lebenshaltung, in der Widerstände dazu da sind, überwunden zu werden. Die Beobachtung der alltäglichen Gegebenheiten und Hindernisse verschmelzen mit den wiederkehrenden Erzählungen weitzurückliegender Erlebnisse. Es entsteht ein Bild, das sich den gebliebenen Eindrücken seines Lebens nähert, aber nicht Biografie ist. Eindrücke eines Lebens im Alter gebannt auf ebenso alter Technik – dem Schmalfilm.

Ann Carolin Renninger, geboren 1979 in Flensburg. Sie studierte Kulturwissenschaften
in Leipzig, Straßburg und Paris. Seit 2008 arbeitet sie für zero one film, Berlin, im Bereich Entwicklung und Produktion von Dokumentarfilmen. 2010 gründete sie neben dieser Arbeit joon film, eine Plattform für künstlerische Zusammenarbeiten im Filmbereich. “Aus einem Jahr der Nichtereignisse” ist ihr erster  Film.
René Frölke wurde 1978 in der DDR geboren. Neben seiner Arbeit als freiberuflicher Cutter und Kameramann realisiert er seit einigen Jahren eigene Filmprojekte. 2007 nahm er ein Kunststudium in Karlsruhe auf, welches er 2012 abbrach.

Ort: Kino in der Pumpe / 1. OG

Kino in der Pumpe
Haßstraße 22
24103 Kiel

Für Rollstuhlfahrer sind begrenzte Platzkapazitäten vorhanden. Um Anmeldung wird gebeten.

Das Kino ist für Rollstuhlfahrerinnen und Rollstuhlfahrer geeignet