Berta

Deutschland 2017; Regie: Julius Dommer; 8 Min.

Der Hunger nach Fleisch wächst in unserer Gesellschaft. Die Preise dagegen sinken.
Mit der Frage, wo das Fleisch eigentlich herkommt, möchten sich allerdings nur die wenigsten beschäftigen. „Berta“ zeigt, dass es auch noch kleine Familienbetriebe für Fleischverarbeitung gibt, die mit Massentierhaltung und Großschlachtereien nichts gemein haben.

Julius Dommer, geboren 1988 in Ratzeburg, lebt und arbeitet in Köln.Von 2012 bis 2018 Studium an der Kunsthochschule für Medien Köln. 2015/16 Teilnahme am Austauschprogramm der KHM mit der kubanischen Filmschule EICTV. Seine dokumentarischen Kurzfilme „Berta“ (2017, 8 Min.) und „Rebar“ (2017, 30 Min.) wurden auf zahlreichen Festivals gezeigt und ausgezeichnet. „ASCONA“ ist sein Diplomfilm an der KHM und wurde bei den Nordischen Filmtagen Lübeck 2019 als bester Kurzfilm ausgezeichnet.

Bilder-Segelparade

Deutschland 2020; Regie: Sven Bohde; 8:52 Min.

Von Kindern gemalte Schiffe fahren in einem Film über eine animierte Kieler Förde – ähnlich einer großen Windjammerparade. Diese Idee kam dem Kieler Filmemacher Sven Bohde, nachdem die Kieler Woche wegen der Pandemie verschoben werden musste. Sein Patenkind hatte ihm gesagt, wie traurig es sei, dass die Kieler Woche in diesem Jahr nicht wie gewohnt stattfände. Also überlegte er, was alternativ Spaß machen könnte… Die Bilder-Segelparade ist für 123 Kinder ein kleiner Ersatz und großer Trost geworden.

Dieser Film läuft außer Konkurrenz.

Boje

Deutschland 2019; Regie: Andreas Cordes, Robert Köhler; 9:34 Min.

Boje und sein Vater leben abgeschieden am Meer und haben dort nur sich selbst. Ein Junge, der sich nach Antworten sehnt. Ein Vater, dem die Worte fehlen.Doch dann durchbrechen die Wellen der rauen See die Stille zwischen ihnen. Auf märchenhafte Weise finden Antworten ihren Weg zu Boje – und Vater und Sohn eine gemeinsame Sprache.

Andreas Cordes ist seit einigen Jahren als Drehbuchautor für Film und Fernsehen tätig. Mit JAKOB, TILDA UND DIE KOPFPIRATEN und LUCY IST JETZT GANGSTER arbeitet er aktuell u.a. an zwei Kinderfilm- Projekten fürs Kino. Zuvor hat er an der Masterschool Drehbuch sein Handwerk gelernt, war als Entwicklungsredakteur bei ITV Studios Germany und bei ProSiebenSat.1 tätig. Mit BOJE gibt er sein Regie- Debüt. Er hat noch nie eine Flaschenpost bekommen.

Robert Köhler arbeitet seit seiner Jugend als Schauspieler für Film, Fernsehen und Bühne. Zudem hat er als Regieassistent für diverse Kurzfilmprojekte gearbeitet und ist inzwischen gemeinsam mit Andreas als Drehbuchautor tätig. Aktuell bereiten die beiden ein neues Spielfilm-Projekt vor und entwickeln eine Familienserie fürs Fernsehen. Roberts allergrößter Erfolg ist der erste Platz im Vorlesewettbewerb des Deutschen Buchhandels, den er 2005 für sein Heimat-Bundesland errang.

Closet

Deutschland 2020; Regie: Claire Walka; 2:52 Min.

Ein Stillleben aus merkwürdigen Dingen treibt Unfug in einem Kämmerchen – beobachtet von Filmemacherin Claire Walka

Claire Walka, *1978, studierte Film an der Hochschule für Gestaltung Offenbach und der Fakultad de Belles Arts Barcelona. Sie realisierte ganz unterschiedliche Kurzfilme, die auf internationalen Filmfestivals zu sehen sind. 2008 nahm sie am „Berlinale Talent Campus“ (jetzt „Berlinale Talents“) teil. Außerdem veröffentlicht sie Kurzprosa und experimentelle Texte in Anthologien und Zeitschriften. Die Filmemacherin, Cutterin und Autorin lebt und arbeitet in Hamburg.

Corona-Kiel, 26.03.2020

Deutschland 2020; Regie: Helmut Schulzeck; 4:23 Min.

Ein sonniger Tag Ende März 2020. Eine knappe Stadtführung per Kamera durch ein entvölkertes Zentrum Kiels. Vom Hauptbahnhof bis zu Schloss und Alten Bootshafen. Die unterlegte Musik („Robo Dance“) mag für viele gewöhnungsbedürftig sein mit ihrem einfachen ruppigen elektronischen Klang, will uns in ihrem stolpernden, latent drohenden Rhythmus an die Gefahr erinnern. Mögen manche Bilder der Leere auch noch so schön und großartig wirken, Corona bleibt tragisch und ein sehr großes Unglück. (Helmut Schulzeck)

Dieser Film läuft außer Konkurrenz.

Das Schweigen der Fische

Island/Dänemark/Deutschland 2019; Regie: Hilke Rönnfeldt; 20 Min.

Saga lebt in “Das Schweigen der Fische” mit ihrer depressiven Mutter Hildur auf einer abgelegenen Fischfarm in den isländischen Fjorden. Als die Tage beginnen kürzer zu werden, verschwindet Hildur wieder tiefer in der eigenen Dunkelheit. Die Zeit zum Loslassen ist gekommen, aber weder Saga noch Hildur sind bereit. Ein Mutter-Tochter-Duell entfaltet sich inmitten einer Natur, in der das Meer aufgewühlter reagieren zu scheint als die Menschen.

Hilke Rönnfeldt hat 2019 ihr Drehbuchstudium an der Alma Löv Akademie in Schweden abgeschlossen und ist als Regisseurin Teil des unabhängigen Filmkollektivs Super16 in Kopenhagen. Sie ist Alumna der Screen Talent Europe Initiative sowie der Jungen Drehbuchinitiative der Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein. Zurzeit entwickelt sie ihren ersten Spielfilm “Unter Uns die Wellen”, gefördert von der FFHSH. Sie lebt und arbeitet in Ostholstein, Kopenhagen und Reykjavík.

Der einsame Segler

Deutschland 2020; Regie: Jannis Lippisch; 5:33 Min.

Beim erneuten Versuch, seine eigene Vergangenheit zu verarbeiten, trifft „der einsame Segler“ wieder auf seine alten Freunde. Der Film erzählt die Geschichte vom starken Band der Freundschaft. Regiekommentar: ‘Der einsame Segler’ war in erster Linie ein musikalisches Experiment. Sänger und Sängerinnen (Künstler) aus verschiedenen Musikrichtungen sollten für ein zuvor komponiertes Thema unabhängig voneinander einen jeweils eigenen Songtext schreiben und aufnehmen. Hierbei wurden ihnen nur wenige Informationen zur Rahmenhandlung gegeben, um die inhaltliche sowie musikalische Kompatibilität zu garantieren. Diese ursprünglich eigenständigen Aufnahmen wurden anschließend zu einem neuen Gesamtwerk arrangiert, dessen Handlung sich in der zeichnerischen Gestaltung des Films widerspiegelt. Dieser Film entstand innerhalb von 48 Stunden im Rahmen des “nur 48 Stunden Filmwettbewerbs” in Zeiten der Pandemie 2020 zu 90% im Home Office.

Dieser Film läuft außer Konkurrenz.

Der Mettigelprinz

Deutschland 2020; Regie: Peter Ahlers; 22 Min.

“Der Mettigelprinz” erzählt von Lilith, deren größte Fantasie es ist, sich während des Sex in ein Monster zu verwandeln. Und darüber hinaus ihren Partner zu verschlingen. Ihr One Night Stand bringt dafür nur wenig Verständnis auf. Kurzerhand beschließt Lilith die Sache selbst in die Hand zu nehmen und kauft einen Zentner Hack. Sie baut sich einen Mettigelprinzen. Ob sie es schafft, ihn zum Leben zu erwecken?

Peter Ahlers wurde 1992 in Silberstedt geboren und interessiert sich seit seiner Jugend für Film, vor allem für den phantastischen Genrefilm und Trash. Seit 2013 lebt er in Kiel und ist als Filmemacher und Medienpädagoge tätig. Er studiert Multimedia Production an der FH Kiel und kuratiert die Filmreihe ‚Mondo Grindhouse – Filme für den abseitigen Geschmack‘. Sein neuer Kurzfilm „Der Mettigelprinz“ läuft auf internationalen Filmfestivals und feiert auf dem Filmfest SH seine Schleswig-Holstein Premiere.

Du

Deutschland ; Regie: Sven Horns; 5:17 Min.

In dem Kurzfilm Du begleiten wir eine Person bei ihrem Aufstieg durch ein dunkles Haus. Am Fenster des Hauses war nämlich eine dunkle Gestalt zu erblicken und mit dieser muss es nun ein Treffen geben. Während des Aufstiegs zu diesem Treffen erleben wir dunkle Gänge und tiefe Schatten. Eine Konfrontation mit dem Selbst und dem Anderen.

Sven Horns beendet gerade sein Studium des Lehramts mit den Fächern Kunst/Geschichte an der Europa-Universität Flensburg. Schon immer ein begeisterter Filmzuschauer, hat er jetzt in den letzten Jahren begonnen, eigene Kurzfilme zu realisieren. Dieser Kurzfilm ist nun der erste, der auch bei einem Festival eingereicht wurde.

Dieser Film läuft außer Konkurrenz.

Föhrer Frauen in Tracht

So viele Föhrerinnen in Tracht gab es vermutlich in einem Film noch nie zu sehen. Denn als im Jahr 2019 das 200-jährige Bestehen des Seebades Wyk auf Föhr gefeiert wurde, wetteten die Insulaner, 200 Frauen in Tracht zu versammeln. Um es vorweg zu nehmen: Die Wette wurde grandios gewonnen.
Mit Hilfe von Privatpersonen, die ihre Smartphone-Videos zur Verfügung stellten, konnte der Filmemacher Sven Bohde nachträglich einen Film über dieses besondere Ereignis herstellen. Aus 54 Clips produzierte er einen 12-minütigen Film. Um die Aufnahmen vom Festmarsch anzureichern, drehte er selbst noch, wie Trachten angekleidet werden. Mit dem Zusammenschnitt lässt sich der Festtag noch einmal erleben.
Der Filmemacher Sven Bohde aus Kiel hat Föhrer Familienwurzeln. Der Film ist sein Geschenk an die Insel Föhr zum Jubiläum