Barstow, California

Deutschland / USA 2018; Regie: Rainer Komers; 76 Minuten

Vielschichtiges Porträt der us-amerikanischen Kleinstadt, der Landschaften der Mojave-Wüste und des dortigen Lebens. Die Stimme des Dichters und verurteilten Mörders Stanley „Spoon“ Jackson liest Ausschnitte aus seiner Autobiografie „By Heart“, während im Zwischenschnitt Bilder einer in amerikanischer Mythologie getränkten Welt erscheinen.
Seit 1977 sitzt Spoon Jackson in verschiedenen Gefängnissen seine lebenslange Haftstraße ab. Der Afro-Amerikaner aus Barstow, Kalifornien, tötete als 19-Jähriger im Streit einen Weißen. Eingesperrt in einer Zelle, ohne Aussicht auf Begnadigung, wurde Jackson zum Aktivisten und begann zu schreiben – über die Welt, das Leben und seine Jugend in Barstow, Kalifonien.
Rainer Komers von der FFHSH geförderte Film über die Kehrseite des amerikansichen Traums wurde mit dem ARTE Dokumentarfilmpreis ausgezeichnet.
Rainer Komers, geboren 1944 in Guben. Filmstudium an der Kunstakademie Düsseldorf, Meisterschüler. Filmprojekte in Alaska, Indien, Japan, Jemen, Kalifornien, Lettland und Montana; »Nome Road System« wurde mit dem Deutschen Kurzfilmpreis 2004 ausgezeichnet, »B 224« mit dem Hessischen Filmpreis 2001, »Zigeuner in Duisburg« mit dem Preis der Deutschen Filmkritik 1980. Außerdem erhielt er den Ruhrpreis für Kunst und Wissenschaft, sowie ein Goethe-Stipendium in der Villa Kamogawa in Kyōto. Komers lebt in Berlin und Mülheim an der Ruhr.
Drehbuch
Rainer Komers, Spoon Jackson
Kamera
Rainer Komers
Schnitt
Gregor Bartsch
Kontakt
r.komers@t-online.de

Vorführung: Fr 10. Mai 2019 15:30