Ein Papagei im Eiscafé

Deutschland 2014; Regie: Ines Thomsen; 80 Minuten

Mitten in Barcelona, in der Altstadt nah am Wasser, liegt mit engen Gassen voller dunkler Gestalten das verrufene Viertel El Raval. Wo sich früher Matrosen mit Arbeiterfamilien die kleinen billigen Wohnungen teilten, prägen heute Migranten aus aller Welt das Bild.
Tür an Tür liegen in den kleinen Straßen ihre Barbier- und Frisiersalons – Jede Nationalität hat ihre eigenen. Parallelgesellschaften, die untereinander kaum Kontakt haben. Wer sie betritt, scheint Spanien zu verlassen und in Schutzräume für vertraute Rituale und heimatliche Erinnerungen einzutauchen. Der Film erzählt von vier Friseuren und ihren kulturellen Mikrokosmen – von Menschen, die sich aufmachten, in der Fremde ihr Glück zu finden.

Die Schleswig-Holsteinerin Ines Thomsen studierte Kamera an der Hochschule für Film- und Fernsehen ‚Konrad Wolf‘ in Potsdam Babelsberg und an der Filmschule ESCAC in Barcelona.
Seit 2002 arbeitet sie als freischaffende Kamerafrau und realisierte nach einigen Kurzfilmen nun ihren zweiten langen Dokumentarfilm als Regisseurin. Ihr erster Langfilm „Mañana al mar“ erhielt 2006 u.a. den Prix Europa als bester Dokumentarfilm, sowie den Max Ophüls-Dokumentarfilmpreis. Die Filmemacherin lebt heute in Berlin.

Drehbuch
Ines Thomsen
Kamera
Ines Thomsen
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